Im neuen Schulgebäude von 1972 - 1997
HDir. Ebenspanger Alexander
Das neue Schulgebäude konnte nach einer Bauzeit von nur drei Jahren im Herbst 1972 bezogen werden und bietet nunmehr nicht nur der Hauptschule, sondern auch der Musikschule optimal Platz. Nach der Schaffung der äußeren Notwendigkeiten konnte mit den inneren Reformen der Hauptschule begonnen werden. Mit dem Bau des Hallenbades im Jahre 1973 erlangten die sportlich orientierten Freigegenstände großen Stellenwert.
Eine neue Ära für die Hauptschule Pinkafeld wurde im Schuljahr 1975/76 durch die von OSR Seper initiierte Sonderform Musikhauptschule eingeleitet. Großartige Musiker, engagierte Sportler und begabte bildnerische und darstellende Künstler prägten, neben eifrigen Lehrern, das Bild der Schule in der Öffentlichkeit.
Der Leistungsdifferenzierte Unterricht in den Hauptfächern Englisch, Deutsch und Mathematik bedeutete das langsame Auslaufen des 2. Klassenzuges (1982/83). Viel Arbeit wurde nach der Pensionierung des langjährigen Hauptschuldirektors OSR Seper Ferdinand im Jahre 1978, von den folgenden Schulleitern HD Zalka Ladislaus (1978 bis zu seinem frühen Tod 1979), HD SR Paul Ignaz (1979 bis 1981) und HD.OSR Mesko Hans (1981 bis 1990) in den weiteren organisatorischen Aufbau der Sonderform Musikhauptschule und in die Organisation des Leistungsdifferenzierten Unterrichtes gesteckt. Durch den Ausbau des Stundenkontigentes entstanden durch Unverbindliche Übungen in dieser Zeit neue Ansätze für eine zusätzliche Profilbildung der Hauptschule Pinkafeld.
Der Name des Hauptschuldirektors Zalka wird immer mit seinen Aktivitäten im Bereich der Verkehrserziehung für Kinder in Verbindung stehen. Schon am Ende der Sechzigerjahre beschäftigte er sich neben seinen sportlichen Tätigkeiten intensiv mit der Sicherheit für Schulkinder im Straßenverkehr. Die Einführung der Schülerlotsen im Pinkafelder Stadtbereich, die Eröffnung des Verkehrserziehungsplatzes in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, der örtlichen Gendarmerie und dem ÖAMTC sind Leistungen , die unvergessen bleiben. In seine kurze Zeit als Schulleiter fiel auch der Beginn des Schulversuches bezüglich der motorisierten Teilnahme am Straßenverkehr für Schüler des Polytechnischen Lehrganges.
Nach einer kurzen aber arbeitsreichen Periode durch Hauptschuldirektor SR Paul Ignaz setzte Hauptschuldirektor OSR Mesko Hans die Arbeit seines Freundes fort. Viele sportliche Veranstaltungen, Teilnahmen an Wettbewerben und Turnieren im Bereich des Fußballes, der Leichtathletik und des Schilaufes prägten neben der Förderung der Musik seine Ära.
Daher war es nach einer kurzen vorübergehenden Vertretung durch HOL Zeiss Franz möglich, mich neuen, dem Zeitgeist entsprechenden, Zielen zuzuwenden.
Im Jahre 1991 wurde mit der Neumöblierung der Schule begonnen. Das nicht mehr zeitgemäß eingerichtete Sprachlabor wich einem modernen Informatikraum. Große Summen wurden und werden in der Folge für den Ankauf von Computern, Musikinstrumenten und anderen wichtigen Lehr- und Lernmaterialien aufgewendet. Die längst notwendige Gestaltung einer neuen Schülerbücherei ist im heurigen Schuljahr in Zusammenarbeit mit der ASO Oberwart abgeschlossen worden. Unser herzliches Dankeschön gilt den Lehrern und Schülern dieser Institution. In diesem Zusammenhang sei auch ein Dankeschön für die Finanzierfreudigkeit durch die Stadtgemeinde Pinkafeld unter der Leitung der Altbürgermeister OSR Vdir Kainrath und Hofrat DI Schütter , sowie dem amtierenden Bürgermeister Ing. Tripamer, gesagt.
Viele schöne musikalische Veranstaltungen brachten der MHS Pinkafeld einen guten Ruf ein, sodass in den ersten Jahren nach 1990 der allgemeine Schülerschwund abgefangen werden konnte. Neue Standbeine wurden gesucht und gefunden, um die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den neu entstandenen Unterstufengymnasien zu erhalten.
Intensiver Musikunterricht auf allen vier Schulstufen, Informatikunterricht ab der 7. Schulstufe, Unverbindliche Übungen für Berufsinformation, Verkehrserziehung, Sport und Schulspiel geben der Schule ein neues Profil.
Da im vergangenen Zeitraum die Verhaltensauffälligkeiten vieler Kinder zunahmen, wurden mit der innerschulischen Betreuung neue Maßstäbe gesetzt. Unsere Betreuungslehrer stehen den Kindern praktisch während der gesamten Unterrichtszeit als Vertrauenspersonen zur Verfügung. Mit der Integration behinderter Kinder auf der Sekundarstufe steht der Schule eine neue, in den nächsten Jahren zu bewältigende, Herausforderung bevor.
Zur Zeit ist die Arbeit an der Schule von einigen Einschränkungen geprägt. Vor der Freisetzung junger Pädagogen, den frühzeitigen Pensionierungen und auch vor persönlichen Tragödien wurde das Schulleben nicht verschont. Durch den allgemeinen Schülerschwund geht die Zahl der Lehrer ständig zurück. Trotzdem wird es auch in der Zukunft der Hauptschule Pinkafeld gelingen, durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit die Anforderungen der nächsten Zeit positiv zu bewältigen, dies umso mehr, da die Schule durch ein funktionierendes Schulforum und einen aktiven Elternverein weiterhin ganz stark in der Pinkafelder Gemeinde verankert ist.

